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Vom 17.08.2016

Hemmingen trifft Hiroshima und Nagasaki

Zeitzeuge des Atombombenabwurfs / Delegation aus japanischen Lehrern und Studenten tauscht sich mit Lehrern über den unterschiedlichen Umgang mit Geschichte aus

Am 29. August 2016 kommt unter Leitung von Prof. Sonoda eine Delegation aus Hiroshima nach Hemmingen. Hintergrund des Besuchs ist die Verbindung über den Deutsch-Japanischen Freundschaftsverein Hannover – Hiroshima- Yukokai in Deutschland. Diese Delegation reist dann durch Deutschland mit verschiedenen Stationen, Hannover ist nur eine dieser Stationen.

Durch die Vermittlung des Freundschaftsvereins bekommt die Carl-Friedrich-Gauß-Schule die seltene und wahrscheinlich letzte Chance, mit Herrn Suenaga einen Zeitzeugen dieses unsäglichen historischen Ereignisses vom 09. August 1945 in Nagasaki einladen zu dürfen. Hr. Suenaga wird den Schülern der KGS Hemmingen über seine Erlebnisse berichten, Frau Taguchi vom Freundschaftsverein wird dolmetschen.

Direkt im Anschluss an den Vortrag bekommen die Schüler die Chance, Fragen zu stellen. Außerdem wird Hr. Kawano, ein Student aus Nagasaki, die Gelegenheit haben, über seine Eindrücke über die Begegnung mit Barack Obama anlässlich dessen Besuchs in Japan im Mai 2016 zu reden.

Daran anschließend wird es einen Austausch über den Umgang mit Geschichte in Deutschland und Japan geben. Hintergrund hierfür ist die höchst unterschiedliche Aufarbeitung der Gräuel beider Länder. Prof. Sonoda hat in Japan an der Gründung eines privat finanzierten Museums mitgewirkt, das sich eben diese Aufarbeitung zum Ziel gesetzt hat. In diesem Austausch werden japanische Lehrer und Studenten mit Geschichtslehrern der KGS versuchen, die jeweiligen didaktischen Konzepte (Erinnerungskultur, Reflexion über Geschichte, Quellenkritisches Arbeiten etc.) zu vergleichen.

Heiko Bolte